"Liebe Frau Knezevic, Sladjana, Dobrina und alle Dusan's Freunde in Maglic

Mein tiefstes Beileid zu dieser Trauerzeit fuer euch alle. Ich teile mit euch den Verlust von einem guten Freund.
Er nannte mich seinen Bruder und ich nannte ihn mein Bruder.
Vor genau 10 Jahren besuchte ich Maglic/Bulkes zum ersten Mal mit meiner Mutter und meiner Schwester. Der Erste der uns begegnete war Dusan und eine sofortige Freundschaft wurde geboren. Er war fuer mich die Haupt - Kontaktperson und wurde ein wertvoller Mitstreiter und Experte fuer mich und viele andere Bulkeser.
Ich besuchte Maglic mehrere Mal in den letzten Jahren und hatte viele wunderbare Erinnerungen mit meinem guten Freund Dusan.
In Gedanken mit euch ... Bernie
Bernie Sander"
Anmerkung:
Die Publikation dieses Nachrufes halte ich auch deshalb für richtig, weil darin zum Ausdruck kommt, dass Bernd Sander in Dusan eine Haupt- Kontaktperson und wertvollen Mitstreiter gefunden hat bei seinen frühen Versuchen vor 10 Jahren einen Weg der Verständigung und Aussöhnung mit den heutigen Menschen im ehemaligen Bulkes zu finden.
Dass dieser Weg inzwischen, was allgemein anzuerkennen ist, von jenen beschritten wird, die sich ihm und einigen gleichgesinnten Bulkesern damals in den Weg stellten, steht unausgesprochen zwischen den Zeilen des Nachrufs und wird somit in Erinnerung gerufen.
Darauf hinzuweisen ist bei dieser Gelegenheit der Wahrhaftigkeit wegen notwendig, damit es nicht völlig vergessen und verdrängt wird.

Heinrich Stephan





DNEVNIK - Novi Sad Chronik 26.09.2008

"Eine Neusatzer Geschichte - Die Deutschen unserer Stadt"


Eine Ausstellung als Beitrag zur Stadt, den man nicht vergessen kann.
Übersetzung aus dem Serbischen von Günther Haug, Oberursel, aufgrund eines DNEVNIK - Artikels, den Frau Gutekunst zur Verfügung stellte.
3.Nov.2008

Eine Ausstellung, welche die unterschiedlichen Segmente des privaten und gesellschaftlichen Lebens der Deutschen in (aus) Novi Sad dokumentiert, unter dem Titel " Eine Novi Sad ( Neusatzer) Geschichte - Die Deutschen unserer Stadt", ist gestern in der Sammlung auslaendischer (fremder) Kunst, Dunavska 9, eroeffnet worden. Das Ziel dieser Ausstellung ist sowohl das Leben der deutschen Gemeinschaft im Bereich der Stadt zu dokumentieren als auch das Kennenlernen der Neusatzer Deutscher Abstammung mit der Geschichte und Kultur ihrer deutschen Nachbarn.
Vorbereitungen fuer diese Ausstellung dauerten zwei Jahre und die Historikerin, Agnesch (Agnes?) Ozer hat Objekte und Unterlagen aus den Bestaenden des Stadtmuseums Novi Sad, des Vojvodina Museums und privaten Sammlungen der Neusatzer deutsch-ethnischen Familien ausgewertet.

Es sind noch 300 Deutsche uebriggeblieben
Anfang des 2. weltkriegs wohnten in Novi Sad 7000 Deutsche.
Heute erklaeren sich 301 Personen zur Zugehoerigkeit der
deutsch-ethnischen Gesellschaft. (Gruppe)
Die Ausstellung wurde vom Neusatzer Buergermeister, Igor Pavljicic eroeffnet.

- Es gibt nur wenige Staedte wie Novi Sad welche so ein reiches kulturelles Erbe besitzen. wir sollen stolz darauf sein. Wir bauen Bruecken nicht nur (smilslu=) im Sinne sondern auch zu den Voelkern, und wir sollen es als Vorteil nutzen, dass es in Novi Sad viele Religionen und Volksgruppen gibt, erklaerte Pavlicic. Die Ausstellung ist entstanden als Frucht (Folge) des langen Studiums und Forschung der ethnisch-deutschen Gesellschaft in Vojvodina.
Ab 1944 herrschte die Situation (das Phaenomen?), dass sich Deutsche selten als Deutsche erklaerten. (sich zum Deutschtum bekannten). Sogar noch heute ist deutsches Eigentum konfisziert. Persoenliche Erinnerungen deutscher Familien sind verschwunden. Deswegen mussten so viele Jahre vergehen bis wir heute im Stande sind was "deutsch" in der Geschichte der Stadt Novi Sad ist, zu identifizieren. So sehr beachtlich (bedeutend) ist der Beitrag der Deutschen in der Geschichte und der Entwicklung der Stadt und es ist sehr wichtig, dass wir das nicht vergessen duerfen. Es sind nun 10 Jahre seit Anfang des 21. Jahrhunderts vergangen und ich glaube, dass es an der Zeit ist, das wir dieses (die Ausstellung) machen und dass wir auch die Erforschung der gesellschaftlichen Geschichte anderer ethnischen Gruppen und deren Rolle in der Entwicklung Novi Sads vorrantreiben.
Der Eroeffnung der Ausstellung wohnte eine grosse Anzahl Deutscher bei, deren Familien sich vor langer Zeit im Gebiet der heutigen Vojvodina niedergelassen haben. Die Neusatzerin, Natascha Adamov, die der deutschen Familie Faht entstammt, erklaerte , dass waehrend des 2. Weltkriegs in Novi Sad eine Mischung der deutschen, serbischen und ungarischen Kultur existierte, dass dies aber nach der Kolonisation der Serben zerfallen ist.
Ich bin die Enkelin der deutschen Familie Faht welche sich in Novi Sad als Mueller betaetigt hat. (Mueller waren). Meine Ahnen waren ausserordentlich gebildete Leute und es ist interessant, dass mein Grossvater 5 Soehne hatte und alle haben Frauen aus anderen Nationalitaeten geheiratet und alle wohnten im selben Hof (Haus Anwesen) in harmonischer Gemeinschaft, sagte Frau Adamov.
Neben Bildern und Dokumenten welche die geschichtlichen Umstaende darstellen unter welchen die Deutschen in Novi Sad lebten, waren auch noch Moebelstuecke aus der zweiten Haelfte des 19. Jahrhunderts ausgestellt.
Eine der populaersten Stilrichtungen aus dieser Zeit war Altdeutsch, und am heufigsten erschienen Gegenstaende mit den Zwiebelmuster-Motiven. Eine der aeltesten Familien der Stadt war die von Alexander Pajkert. (Peukert?)
Meine Familie hat sich 1701 in Vojvodina niedergelassen. So viel ich weiss sind wir eine der aeltesten deutschen Familien in der Stadt. Meine Ahnen kamen aus der Tschechei als Bauarbeiter, die damals in der Vojvodina sehr geschaetzt waren - erzaehlte Alexander, dessen Grossmutter und Vater auf einem Bild in der Ausstellung zu sehen sind.
B. Zaric
M. Lisica (Fuchs)

Heinrich Stephan








Erleichterung über Tadics Sieg


"Badische Neueste Nachrichten" Dienstag, 5.2.2008


Belgrad (BNN/dpa).
Die Serben haben bei der Präsidentenwahl für Europa entschieden. Der pro-europäische Amtsinhaber Boris Tadic (Foto: dpa) setzte sich in der Stichwahl deutlicher als erwartet gegen den ultra nationalistischen Tomislav Nikolic durch, der für ein enges Bündnis mit Russland eintrat. Nach Angaben der staatlichen Wahlkommission erhielt der 50-jährige Tadic 50,6 Prozent der Stimmen, Nikolic (55) kam auf 47,7 Prozent.
Der Wahlausgang wurde im Westen einhellig mit Erleichterung aufgenommen. Tadic steht in den nächsten Wochen allerdings vor schwierigen Problemen. Noch im Februar dürfte die abtrünnige südserbische Provinz Kosovo ihre Unabhängigkeit erklären. Und auch die Zukunft der Koalition zwischen der Tadic-Partei DS und der DSS von Regierungschef Vojislav Kostunica stand nach der Wahl in den Sternen. EU-Chefdiplomat Javier Solana und Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso begrüßten die Wiederwahl von Tadic. Auch in Deutschland stieß die Wiederwahl Tadics parteiübergreifend auf große Zustimmung.
Heinrich Stephan