Meine letzten Tage in Bulkes
und
Die griechische Republik in Bulkes 1945 bis 1949


VORWORT

Nach dem Rückzug der Deutschen Truppen aus der Batschka wurde Bulkes im Oktober 1944 vorübergehend von russischen Truppen besetzt. Nach einigen Tagen kamen Titos Partisanen und blieben bis Sommer 1945. In der 3/4-jährigen Partisanenherrschaft Titos kam es zu den in den Kapiteln GESCHICHTE, FLUCHT und JAREK beschriebenen Gewaltakten (Erschießungen, Deportationen nach Russland, Palanka und Jarek).
Titos Partisanen wurden abgelöst durch den Einzug der griechischen ELAS-Truppen, die eine GRIECHISCHE REPUBLIK in Bulkes errichteten.

Im folgenden Bericht schildert Grete Sander aus eigenem Erleben ihre letzten Tage in Bulkes unter serbischer und griechischer Partisanenherrschaft. Es waren dies insgesamt mehr als 12 Monate vom 15. April 1945 bis zum Sommer 1946. Danach war von den Bulkesern niemand mehr im Ort.



Meine letzten Tage in Bulkes

Grete Sander berichtet:

"Ich muß etwas vorgreifen, um es besser verständlich zu machen, für diejenigen, die das nicht erlebt haben.
Nachdem man uns am 15. April 1945 aus unseren Häusern weg holte, und zur (Neben-) Sammelstelle (Gasthaus BAUDERER HNr.34, die Hauptsammelstelle war auf der Hutweide vor dem Bahnhofsgebäude.) brachte, wurde nach einigen Berufen gefragt, darunter auch wer nähen kann. So habe ich mich gemeldet und kam mit Elisabeth WAGNER (HNr. 409 OWERHAM Lies`chen) und dem Herrenschneider RAFFe Hans sofort in das Haus von GLASe (HNr. 240 neben BECKER-Schmidts Geschäft HNr.241), wo man uns Maschinen und Tische aufstellte.

Es wurden ungefähr 80 Personen, darunter Frauen (auch Elisabeth Sander, die "Doktersgot") und Männer heraus gesucht. Sie wurden eingesetzt, die Tiere in all den nun leeren Häusern zu betreuen und auch die Feldarbeit zu besorgen. Unser Opa Heinrich HOFFMANN war verantwortlich für die Einteilung dieser Arbeiten und die Überwachung, dass alles richtig läuft. Wir konnten uns nicht einmal von unseren Angehörigen (bei der Hauptsammelstelle Hutweide in Bahnhofsnähe für den Abtransport nach Jarek) verabschieden.
Im Hause BECKERS (das Doppelhaus an der Ecke HNr. 244/245 ) in der Letzten Gasse neben SALZE Haus (HNr.246) wurde das Lager für uns in Bulkes eingerichtet. In beiden Häusern waren die Fußböden voll Stroh belegt und wir lagen dicht zusammen.
Ganz früh morgens mussten wir im Innenhof antreten, ob kalt oder heiß, und warten, bis uns jemand von serbischen Privatleuten für Arbeiten herauskaufte. Viele unserer Frauen mussten die Büros reinhalten, oder Hausarbeiten machen und als Köchin eintreten.
Nach einem kargen Frühstück wurden wir unter Partisanen-Bewachung zur Arbeit geführt. Ein Partisan blieb den ganzen Tag vor der Tür des Hauses sitzen, in dem wir arbeiteten, um uns abends wieder ins Lager zurück zu bringen. So trafen wir uns Abends alle zusammen und teilten alles Leid und Geschehen des Tages.
Das Dorf, wo früher Aktivität und Freude strahlte, war menschenleer und öde. Unsere gewesene serbische Postfrau IWANKA gehört der Dank meines Herzens. Wenn immer Post aus der Ferne für unsere Leute ankam, kaufte sie mich für diesen Tag raus und Abends steckte sie mir die Briefe zu, die ich mit ins Lager nahm. Es war dies die einzige Verbindung zur Außenwelt. Da erhielten wir Nachricht von unseren Angehörigen, die ja noch keine Ahnung hatten, was zu Hause vor sich ging. Für mich war es ein Tag der Erholung, ich konnte mich satt essen. Und mit Gottes Hilfe wurde ich nicht dabei erwischt. Sonst hätte es mir schlecht ergehen können.
So erhielt ich auch die einzige Karte von meiner Mutter, die aus Russland kam. Das war das erste Lebenszeichen nach 1 Jahren. Die eine Hälfte der Karte war zum Zurücksenden, was ich tat. Sie kam an und war die einzige Nachricht, die sie dort erhielten. Bis dahin haben wir nicht gewusst, wohin sie unsere Lieben verbannt hatten.

In der Zeit kämpften in Griechenland die demokratischen von England unterstützten Truppen gegen die kommunistischen ELAS-Truppen. Wobei die Kommunisten verloren und das Land verlassen mussten. Tito nahm die ganze Armee auf und siedelte sie in Bulkes an. Das war daher möglich, weil Bulkes als reindeutsches Dorf leer war.
Ja, ich habe den Einmarsch der griechischen Armee im Sommer 1945 erlebt. Es war ein erschreckendes Erlebnis, so viele Tausende Soldaten durch die Strassen staubaufwirbelnd und singend marschieren zu sehen. Es waren damals nur noch einige serbische Familien der Partisanen im Ort verblieben, die die Verwaltung über uns hatten, während wir uns nicht frei bewegen durften. Die Griechen machten sich heimisch in den Häusern, man hörte, dass es damals an 4000 Mann waren. Es war auch noch genug Vorrat in Kellern und Speichern, sodass für sie gesorgt war, nur wir waren auf Hungerration gesetzt. Als der Winter 1945/46 kam, mussten unsere Maulbeerbäume dran glauben, als Heizmaterial zu dienen. So verging Sommer und Herbst, wie auch die erste Weihnacht im Bulkeser Lager. Ich werde nie den heiligen Abend vergessen. Wirt saßen da auf Strohlagern in Gedanken bei unseren Lieben. Einer der Männer las eine kurze Andacht, ich las ein Gedicht vor, das ich am Tage vorher schrieb (s. Anlage) im Alter von 17 Jahren schrieb, woraus die ganze Hoffnungslosigkeit und das spricht, was wir an Leid empfunden haben.
Als ich damit fertig war, kam ein Partisan herein und rief mich mit Namen, ihm zu folgen. Ich dachte nun, dafür zur Verantwortung gezogen zu werden. Aber nein, vor der Tür stand im Dunkeln ein Mann, der mich zum Essen einlud. Denn er hörte, dass hier jemand im Lager aus der Familie wäre, wo er nun wohnte. Es war das Haus meines KENDEL-Opa (HNr. 206a). Ich ging schweigend mit. Es war ein sehr eigentümliches unbeschreibliches Gefühl, mit Fremden in Opas Wohnzimmer zu sitzen. Das Essen war gut, schmeckte mir aber nicht, ich hatte zu kämpfen, um meine Tränen zu wehren.
Nachher nahm er den großen Schlüssel der Werkstätte, schloss auf und sagte, ich könne, was immer ich wollte, zum Andenken mitnehmen. Ich stand da wie versteinert, meine Augen gingen durch den geliebten Raum, wo ich als Kind in den dort angefertigten Möbeln meine Puppenspielsachen aufstellte. So viele schöne Erinnerungen zogen an meinen inneren Augen vorüber. Ich sah die Hobelbänke dort stehen, als wäre es gestern gewesen, wo mein Opa und Papa dort arbeitete, wo die Gesellen und Lehrlinge das Handwerk von Opas Meisterhand erlernten.
Ja, das war einmal. Ich konnte nichts anrühren, oder mitnehmen und drehte mich schweigend, traurig um und folgte dem Mann zurück ins Lager.
Kurz darauf haben die Griechen alles übernommen, das Lager wurde aufgelöst und unsere 80 Leute wurden nach Palanka, Neusatz oder zur Puszta verschickt. Nur 6 Personen mussten bleiben. Ich war eine davon, die unter den Griechen bis zum Sommer 1946 arbeitete und als Letzte den Heimatort verließ. Dies Personen waren:
1.) Heinrich KATERLE (der alte Mose-Schuster), er musste in seiner Werkstatt die Schuhe mache oder reparieren.
2.) Johann SANDER, mein späterer Schwiegervater, war zuständig für die elektrische Zentrale und die Mühle, was ihm alles in Bulkes gehörte.
3.) ERHARTDs- Pat war ihm als Maschinist zur Hilfe beigegeben, was er bereits vor dem April 1945 gemacht hat.
4.) RAFF Hans, Schneidermeister war verantwortlich für die Schneiderwerkstatt.
5.) WAGNER, Elisabeth (OWERHAM-Lies'chen) als Schneiderin in derselben Werkstatt tätig.
6.) SANDER, Margarete, geb. Kendel (die Autorin dieses Berichtes) auch in der Schneiderwerkstatt tätig.
Vor unserer Tür saß ständig ein Partisan bewaffnet. Sie brachten uns etwas Lebensmittel von da an - nach der Lagerauflösung. Mittags trafen sich die 6 Personen zum Mittagessen, nichtwissend was auf uns zukommt und wie lange sie uns hier noch brauchen. SANDERs Bernhardinerhund TONI kam treu mit seinem Herren, er wusste genau, das war seine Verbindung.
In der Schneiderei arbeiteten wir vom ersten Tage der Internierung an für die Partisanen und ihre Frauen: Kleider, Mäntel und auch viele russische Mützen mit dem roten Stern. Das Material dazu wurde aus dem Magazin (Koschmes Gschäft = Haus der jüdischen Familie GRUBY in der Hauptgasse HNr. 127, Frau GRUBY ist in Jarek verhungert) geholt, wo alle Stoffe aus sämtlichen Geschäften des Ortes aufgestapelt waren.
Es war ein unaussprechliches Gefühl, sich als Gefangene im eigenen Heimatort zu wissen. Und dazu noch in einem Hause, aus dem man sich nicht entfernen konnte. Der einzige Weg heraus war, als ich Stoff im Magazin holen ging. Und dazu die Ungewissheit, was wird mit uns, den letzten 6 Bulkesern hier. Wohin wird unser Weg gehen und wann?
Einmal fragte ich den Partisan, ob er uns zum Friedhof führen könnte. Der Weg führte an meinem Elternhaus vorbei, so erlaubte ich mir zu fragen, ob ich nicht hineingehen dürfte, mit dem heimlichen Wunsch verbunden, ein Bild meiner Eltern zu finden. Es wurde erlaubt. Nach dem Klopfen an der Gartentür, sprangen zwei Hunde bellend heran (die in meiner Abwesenheit von unserem Hund Waldi, geboren wurden), sie kannten mich nicht und wurden auf Griechisch VULKAN und VESUV zurück gerufen. Ich trat mit Elisabeth und dem Partisan ein, auf dem Tisch stand ein schönes Bild meiner Mutter aus ihren jungen Jahren. Es war geschmückt mit frischen Blumen. Ich wollte es so gerne mitnehmen, doch sie hielten daran fest. Es war das einzige Bild einer Frau, das sie hatten, da sie aus Griechenland fliehen mussten und alles zurück ließen. Dafür gaben sie mir das Bild meiner Eltern zusammengerollt mit, das mein Sohn restaurieren ließ und das heute noch in Kitchener/KANADA an der Wand hängt.
Ich kann die Zeit nicht mehr genau angeben, denn wir hatten keinen Kalender, daher weiß ich nicht, wie viele Monate wir noch in BULKES lebten. Es war irgendwann im Sommer 1946, als wir, die letzten 6 Bulkeser, unseren Heimatboden verließen, nach Palanka verbracht wurden, von dort zu einer Puszta und schließlich nach 14 Tagen in die Hanffabrik nach Bukin. Nun will ich zu Ende kommen, denn dort erlebte ich die schwersten Erfahrungen meines Lagerlebens: Meine rechte Hand kam zwischen die Eisenwalzen und wurde so schwer verletzt, dass ich sie beinahe verloren hätte. Man brachte mich auf einen Salasch, das sollte das Krakenhaus für die Lagerleute sein. Dort empfing mich ein alter Arzt, der keine Instrumente und keine Medikamente hatte. Er wieß mir eine Pritsche an und sagte, alles was er mir geben könne wäre eine Schüssel mit Wasser, in die ich meine Hand legen sollte.
Und sein Trost: die Tiere, wenn sie verletzt sind, gehen ans Wasser und legen sich hinein, das macht sie wieder gesund.
Das Wasser wurde täglich gewechselt und nach 3 Wochen geschah das Wunder: Meine Hand war geheilt.

Schlussbemerkung:
Ja, jetzt fällt mir noch eine Begebenheit ein, die sich auf die Griechen bezieht. Ich bekam in Bulkes einmal starke Zahnschmerzen und wusste nicht was tun., da riet mir der Partisan, in HESSe Haus (WEBER Karl HNr. 216) gegenüber wäre ein griechischer Zahnarzt. Da gingen wir hin. Er war ganz gut eingerichtet, da sie ja einen eigenen Staat im Staate aufbauten. Sie haben mir 4 Zähne ausgebohrt und gefüllt, das momentan half, aber als ich zwei Jahre später in Deutschland wieder an diesen Backenzähnen heftige Schmerzen bekam, war der Zahnarzt schockiert, als er sah, was man mir in die Zähne gefüllt hatte. Alle 4 mussten gezogen werden, was ein großer Verlust war und mir das ganze Leben zugesetzt hat.
Diese griechischen Männer hatten ein feines Benehmen. Einige male stellten sie uns Blumen auf das äußere Fensterbrett unserer Werkstatt. Auch brachten sie uns eine große Schüssel mit Yoghourt und sagten zu uns, wir sollen essen, damit wir nicht sterben. Sie konnten nicht mit uns sprechen, aber sie haben unsere Situation erkannt.

Im Rückblick war es nur durch Gottes Hilfe möglich, aus dieser Zeit wohlbehalten heraus zu kommen."
Grete Sander, geb. Kendl
Kitchener, 10. Juni 2005



Die griechische Republik in Bulkes 1945 bis 1949

Prager Webseite über Bulkes

http://www.dialogos-kpr.cz/txt_80/txt_0044.htm

Autor: Marian Sloboda, Prag
Übersetzung aus dem Tschechischen von Peter DEGEN
D-21218 Seevetal 1, Gartenstrasse 54, Telefon: 04105-4164
C:\Eigene Dateien\BULJKESHP1.doc

Was geschah mit Bulkes (seit 1950 umbenannt in Maglić)?


Bild oben:
Im nördlichen Teil des heutigen Serbien-Montenegro (SRBSKO-CERNA HORA) erstreckt sich eine weite Ebene, um vieles grösser als Südmähren oder polabska. Sie nennt sich Vojvodina und ihr Zentrum ist das 30 000 Einwohner zählende Novi Sad. Etwa 20 Km nordwestlich von Novi Sad/Neusatz liegt das 7.000 Einwohner zählende Backi Petrovac/Peterwatz, das gleichnamige Verwaltungszentrum des Kreises, bzw. der Gemeinde. Bestandteile dieser Gemeinde sind nahegelegene landwirtschaftliche Gebäudeanlagen, sogenannte Salasche - typisch für diese fruchtbare und landwirtschaftlich entwickelte Niederung - und einige kleinere Orte.



Der nächste Ort zu Backi Petrovac/Peterwatz ist Maglic (bis 1950 Bulkes) mit etwa 3.000 Einwohnern (s. "BATSCHKA").
Sein Name kann zusammenhängen mit dem serbischem Wort magla= Nebel. Nur dieser Ort kann mit Bulkes zusammenhängen, aus welchem 1948 einige hundert Griechen in die Tschechoslowakei einwanderten.

Maglic zählt zu den Typen der sogenannten pannonischen Dörfer. Dörfer dieses Typs verbreiten sich von der südliche Slowakei über Ungarn bis in die Vojvodina. Die Länder waren einst Teile des Staates Österreich - Ungarn. Auf den ersten Blick fällt der Unterschied zwischen den tschechichen und den Ortschaften der Vojvodina ins Auge. Die Erbauer sparten nicht mit dem Land (in dieser Ebene gab es das reichlich). Die dortigen Dörfer waren groß, bei uns wurden viele zu Städten erhoben. Die Häuser sind niedrig, einstöckig, die Ausfahrten zweitürig, (Bilder 5,9) sie lagen nicht an der Straße wie bei uns, aber sie waren getrennt durch eine breite mit Bäumen bewachsene Straße, deren Schatten gegen die pralle Sonne schützt, welche im Sommer der Vojvodina eine große Hitze bringt.

Maglic unterscheidet sich mit einer Besonderheit:- fast alle Einwohner sind Serben. Das könnte eine Eigentümlichkeit sein, denn mit den besiedelten Orten haben die Serben die Mehrheit im nördlichen Serbien, zu dem sich die Vojvodina offiziell bekennt. Die Bewohner der Nachbarorte jedoch, - Backi Petrovec, Hlozani (serbisch Glozan) und Kulpin, - sind überwiegend Slowaken. Die ersten von ihnen kamen zusammen mit den Serben, den Ungarn, den Deutschen, Kroaten, Russinnen, Juden, Tschechen und anderen bereits vor 250 Jahren, das war in der Zeit der Theresianischen Kolonisation nach dem Abzug der Türken aus der Vojvodina und dieses Gebiet der Habsburger Monarchie zufiel. Zum Beispiel sind im Städtchen Backi Petrovec dreiviertel der Bewohner Slowaken und wenn sie durch die dortigen Gassen gehen, hören sie die specifische Sprache der Slowaken in der Vojvodina. So lebten in Maglic Slowaken, was sich gut auf dem Friedhof feststellen lässt ( Friedhöfe sind kleine Chroniken der Dörfer).

Die heutigen Einwohner von Maglic sind anderen Ursprungs. Sie kamen nicht während der theresianischen Kolonisation, erst viel später im Sommer 1949 aus anderen Gegenden der Vojvodina, dem südlichen Serbien, Bosnien, Herzegowina und Monte Negro. Die neuen Einwohner gaben dem Ort einen anderen Namen, nach dem Berg Maglic, der sich an den Grenzen der genannten Gegenden befindet. Der Ursprüngliche Name war "Bulkes", serbisch mit dem weichen "lj" ausgesprochen und geschrieben 'Buljkes".

Bulkes wurde erstmalig im 13. Jahrhundert als Keszi unter der Herrschaft der Ungarn erwähnt. Der spätere Name Savoljkeszi änderte sich im Deutschen wie im Serbischen in Bulkes. Während der Josephinischen Kolonisation besiedelten den Raum des heutigen Maglic Deutsche. Ab 1786 kamen aus dem deutschen Sprachraum von Lothringen und Rheinland-Pfalz über das Schwabenland und Österreich in den Raum Bulkes etwa 1.100 Seelen und bezogen 230 Hauser. 1900 gab es ca. 3.000 Einwohner. Die Deutschen jedoch verließen mit dem Rückzug der Okkupanten Ende des zweiten Weltkrieges den Ort (s. FLUCHT) oder wurden zwangsweise vertrieben (s. JAREK) und hinterließen gut eingerichtete Häuser.



Bild oben (wie alle anderen Bilder im August 2002 aufgenommen):
Bis heute steht auf dem Dorfplatz noch die deutsche evangelische Kirche, sie ist jedoch völlig verwahrlost.





Bild oben:
Die Bewohner kennen den ehemaligen deutschen Friedhof (rechts der Straße). Der ist heute völlig überwachsen mit undurchdringlichem Gestrüpp.

Nach der Vertreibung der Deutschen bekamen die griechischen Emigranten aus dem griechischen Krieg der Befreiungsarmee "ELAS" das Dorf unter kommunistischer Führung zur Verfügung. In Bulkes wurde somit im Sommer 1945 ein griechisches Flüchtlingslager eingerichtet. Es war eines von vielen ähnlichen Lagern in Jugoslawien, ein weiteres war z. B. Kumanovo, aus welchem im Sommer 1945 1454 Personen in die Vojvodina verlegt wurden - nach Aufzeichnungen des jugoslawischen Historikers M. Ristovic in denen alle Veränderungen der griechischen Gemeinde in Bulkes enthalten sind. (Ristovic 1997, von nun an sind alle folgende Angaben daher.)

Auf Antrag der Kommunistischen Partei Griechenlands KPG erlaubte Jugoslawien die Eröffnung einer exteritorialen griechischen Gemeinde in Bulkes. Die Mehrheit der Bewohner waren Kämpfer der ELAS und ihre Verwandten. Nach weiteren Transporten erhöhte sich die Einwohnerzahl auf 3 bis 3,5 Tausend. 1946 ist die Bewohnerzahl mit 4.023 belegt, davon sind 161 Frauen und 30 Kinder. Vor der Auflösung der Gemeinde 1949 erreichte die Einwohnerzahl 4,5 Tausend. Die Zahl und die Zusammensetzung der Bewohner änderte sich je nach Bedarf der KPG, da wurden Kinder evakuiert, nach der politischen und militärischen Situation (Ristovic 1998).

Eigenwillig konnten die Bewohner den Ort nicht verlassen, ihr Aufenthalt war streng begrenzt, sie konnten den Ort nur mit einer Erlaubnis verlassen: Leute der Ortsverwaltung, Magazinäre und die auswärts beschäftigt waren (1947 arbeiteten außerhalb des Ortes 290 Leute). Die Griechen aus Bulkes waren an den Ort gebunden, weil Bulkes eine eigene Währung hatte. Das Geld, dass die Bewohner bekamen, konnten sie außerhalb des Ortes nicht verwenden. Demnach waren ihre Gehälter im vergleich zu den serbischen niedriger. Im Ganzen war die Verwaltung sehr streng, was zum Ausdruck der Unzufriedenheit und eigenmächtigen Verlassen des Ortes führte, und von der Verwaltung als Desertation angesehen und bestraft wurde.
Um die 2,000 arbeitsfähige Bürger wurden in der Landwirtschaft beschäftigt. Es wurden Werkstätten, Krankenhäuser, Heime für elternlose Kinder und kulturelle Einrichtungen - Kino, Bücherei, Theater und Schulen eingerichtet und eine Grundschule, ein Gymnasium mit unteren Klassen. In Bulkes war eine Militärakademie, in der die Offiziere für die demokratische Armee Griechenlands geschult und über jugoslawische, albanische und bulgarische Gebiete nach Griechenland geschickt wurden. Diese Tatsache vermittelte die Möglichkeit, dass sich Bulkes mit der Propaganda und Themen auf internationaler Ebene beteiligte.

(Anm. H. Stephan: Damals (1945/46) erschienen in der NEW YORK TIMES einige Berichte über die Ausbildung griechischer Partisanen in BULKES.
Und in einem SPIEGEL-Beitrag Nr.4, Seite 123, vom 21.1.1985 berichtet Kogelfrantz unter dem Titel "Die Davongekommenen von Jalta (II)" über die damaligen Ereignisse in Bulkes.)


In Bulkes existierte eine Druckerei, die neben eigenen Geldern auch Schul - und andere Bücher herstellte. Ferner gab sie die Zeitung "Foni to Bulkes" die Kinderzeitung "Ta Die Altopula" heraus. Nicht nur für die Gemeinde hatte die Bulkeser Druckerei eine grosse Bedeutung, auch für die linke Emigration.

Bulkes war gegenüber der näheren Umgebung streng abgeschlossen ( initiiert durch die griechische Verwaltung) sie kannten die jugoslawischen rechtlichen Vorschriften nicht, nur die eigene Führung und Verwaltungsorgane. Die ganze Verwaltung, die politisch und wirtschaftlich der KPG unterstanden, waren von der jugoslawischen Regierung anerkannt. Die Vorsitzenden dieser Organe - damals die sogenannten Vorstände der Flüchtlinge - waren Mechakis Paktasidis (welcher 1948 zum Verräter erklärt und aus der KPG ausgeschlossen wurde), dann ab 1947 Michalis Terzis und ab Sommer 1948 Alexis Makulas.

Die Gemeinde Bulkes bekam eine Selbstverwaltung und wurde wirtschaftlich selbständiig. Bei dem Versuch der Realisierung der selbstständigen Gemeinde, auch bei Problemen/Störungen, musste sie wirtschaftlich von Jugoslawien unterstützt werden. Eine richtige Bewirtschaftung wurde durch das Einschreiten der jugoslawischen Verwaltung gegenüber dieser Gemeinde erreicht. Vorausgegangen war ein Streit der KPJ mit dem Informbüro.

Im Herbst 1948 erzeugte Niko Zachariadis Streit zwischen der KPG und der KPJ, als er sich in der Auseinandersetzung zwischen Tito und Stalin an die Seite des Informbüros stellte, also zu Salin hielt. Es folgten einige Austritte von griechischen Kommunisten aus der KPJ, danach folgte eine intensivere richtige Verwaltung unter A. Makulas. Aus Erbitterung über die internen Streitigkeiten kam es zu Emigrationen (Anm.: Anhänger Titos emigrierten aus Griechenland nach Jugoslawien). Politisch standen die meisten Makedonier zur KPJ. In Bulkes kam es zu physischen Auseinadersetzungen (Anm.: Bürgerkriegsähnliche Kämpfe mit zahlreichen Todesopfern.), welche menschliche Opfer forderten.

Von der jugoslawischen Verwaltung verlautete, dass sie nichts gegen die Äußerungen des offiziellen Vorstandes über seine Zustimmung zum Informbüro habe, machte aber deutlich, dass sie Auftritte gegen das führende jugoslawische Organ und gegen Tito nicht dulden werde. Die staatliche jugoslawische Kommission inspizierte den Ort und stellte fest, dass die Bulkeser Verwaltung "spekulativ" betrügerisch sei und die jugoslawische Wirtschaft schädige. Ferner berichtete sie, dass die Bulkeser Verwaltung eine privilegierte Schicht gebildet hat, lässig mit den Anliegen der übrigen Bevölkerung umgeht, ihre Bewegung begrenzt, die Post des Dorfes mit der anderen Welt kontrolliert, physische Gewalt unter der Bevölkerung erlaubt und sich an ihr bereichere usw... Ursache der Inspektion war, dass die Verwaltung gegenüber Jugoslawien feindlich war. Die jugoslawische Verwaltung entschloss sich daraufhin "die Versorgung einzustellen" und die Angelegenheit ruhen zu lassen.

Auf Grund der unsicheren Situation vereinbarte die KPG mit der Tschechoslowakei und Ungarn die Auswanderung aller Parteimitglieder nach der CSR über Ungarn. N. Zachariadis sandte der Bulkeser Verwaltung eine Direktive, wonach der Anordnung des Vorsitzenden der jugoslawischen Regierung Josef Broz Tito und des Außenministers Edvard Kardelj vom 8. August 1949 mit dem Transfer an die ungarische Grenze Genüge getan wird. Im September wurden weitere drei Transporte durchgeführt. Über das Schicksal dieser Emigranten nach ihrer Ankunft in der CSR verhandelte P. Hradecny.

Um 800 Einwohner verblieben in Bulkes.(Präsentation 2002.) Schon zur Zeit des Konfliktes wurden Makedonier in die unweiten Ortschaften Kruschevlje und Gakovo umgesiedelt. Nach der Auflösung der Gemeinde gingen diese, die übrig blieben, hauptsächlich in die VR Makedonien.




Bild oben:
Bis nach der Aussiedlung und nach den Grabsteinen auf dem serbischen Friedhof, leben heute drei griechische Familien in Maglic: Skutelisovi, Josihiidisovi und Konstadinidhisovi. Auf dem Friedhof entdeckten wir auch makedonisch klingende Namen (Krstewski, Kocevski), aber dies besagt nichts über die Träger derselben. Auch nach drei Jahren versicherten die Verbliebenen verbal nicht, dass sie aus der griechischen Gemeinde Bulkes herkommen. In der Darstellung im Internet der Gemeinde Maglic (Präsentation 2002) wird aber angeführt, dass einige Bürger dieses Ortes aus der griechischen Gemeinde stammen, ein Historiker aus Backi Petrovec erklärte, dass es noch fünf bis sechs Familien seien.



Mit diesem kurzen Bericht über Maglic und Bulkes versuchte ich der Leserschaft Informationen zu vermitteln, die ich bei meinem Aufenthalt in der Vojvodina und in einem eintägigen Ausflug nach Maglic erfahren habe. Über die griechische Kommune in Bulkes in den Jahren 1945-49 bieten sich Kontakte mit der örtlichen Verwaltung in Bulkes, mit den griechischen Familienangehörigen oder dem örtlichen Historiker an. Angeblich besteht eine Monographie von Bulkes (Anm.: Heimatbuch Bulkes 1984), welche noch Informationen liefern könnte.

Weitere Informationen über die Rolle von Bulkes im griechischen Bürgerkrieg befinden sich in Zeitungsartikeln des Archivs der
NEW YORK TIMES (Sucheingabe: "Bulkes 1948").

LITERATUR:
HRADEENY Pavel, 2000 "Die griechische Gemeinde in der CSR, ihr Entstehen und die anfängliche Entwicklung.
PRÄSENTATION der Gemeinde Batschki Petrovac, 2002 URL:
RISTOVIAE Milan, 1997 Experiment Bulkes: "Griechische Republik in Jugoslawien 1945-1949"
RISTOVIAE Milan, 1998 "Der weite Weg zurück. Die aus Griechenland geflüchteten Kinder in Jugoslawien 1948-1960". Beograd, Verein für Gesellschaftliche Geschichte Druck und Verlag: Eigoja.
Marian Sloboda marian.sloboda@seznam.cz"
Co se stalo s Bulkesem?







GRCKA KOMUNA U BULJKES/BULKES 1945-1949

BULJKES/BULKES (Backi Maglic od 1950) i grcka komuna u Vojvodini prije odlaska u Cehoslovacku 1945-1949

Marian Sloboda marian.sloboda@seznam.cz Filozofski fakultet Karlovog univerziteta u Pragu


Sta je bio u Bulkesu 1945-1949?





Slika gore:
Selo Backi Maglic se nalazi blizu vojvodanskoga grada Backog Petrovca u Vojvodini. Grad Backi Petrovac ima oko 6700 stanovnika (Popis, 2002, str. 21). On je centar istoimene opstine, na cijem podrucju se nalaze tri sela - Kulpin, Glozan i Maglic - i salasi, tipicni za ovaj nizijski dio Jugoslavije sa razvijenom poljoprivredom. Prema prvim rezultatima popisa stanovnistva 2002. zivi u Maglicu oko 2700 lica (Popis, 2002, str. 21).
Maglic izgleda kao bilo koje selo tzv. panonskog tipa. Sela ove vrste se nalaze na teritoriji koja se prostire od juzne Slovacke i Madarske pa cak do Vojvodine. Ovo podrucje je nekada bilo dio jedne drzave - Austro-Ugarske. Cak na prvi pogled su vidljive razlike medu ceskim i vojvodanskim selima: sela u Vojvodini su mnogo prostranija, sto je u vojvodanskoj ravnici vjerovatno omoguceno dostatkom prostora, kojeg u bregovitom ceskom kraju nema. Vojvodanska sela su velika i mnoga od njih bi se u Ceskoj smatrala gradicima. Kuce su niske i jednospratne, izuzetno i dvospratne. Ne oslanjaju se na put kao u Ceskoj, nego su od njega odvojene sirokom travnatom prugom na kojoj raste drvece, sto je efikasna zastita protiv sunca.

Maglic je, ipak, narocit i to bar u tom smislu sto vecinu njegovog stanovnstva cine Srbi. Tu cinjenicu ne bi trebalo isticati, ali ako Maglic uporedimo sa ostalim naseljima u opstini, u kojima zive pretezno Slovaci, moze se onda srpsko stanovnistvo u Maglicu smatrati kao cudna pojava, iako se selo nalazi u Vojvodini, koja se zvanicno smatra sjevernom Srbijom.

Prvi Slovaci su se doselili u Vojvodinu zajedno sa Srbima, Madarima, Nijemcima, Hrvatima, Rusinima, Jevrejima, Cesima i drugima cak prije 250 godina, tj. za vrijeme "terezijanske kolonizacije" teritorija napustenih od strane Turaka i anektovanih od strane carstva Habzburgovaca. Danas cine Slovaci napr. u gradu Backom Petrovcu vise od tri cetvrtine stanovnistva, pa kada se setate po tamosnjim ulicama, mozete cuti specifican slovacki dijalekat vojvodanskih Slovaka. U Maglicu takode zive Slovaci, sto se moze lako otkriti napr. na groblju (groblja su uvijek, u nekom smislu, mala hronika sela). No, Slovaka ima u Maglicu vrlo malo.

Danasnje stanovnistvo Maglica nije autohtono i nije se doselilo za vrijeme kolonizacije za carice Marije Terezije vec znatno kasnije - cak od 1949. do polovine 50-ih godina, i to iz ostalih dijelova Vojvodine, juzne Srbije, Bosne i Hercegovine. Ime sela je isto novo - selo ga je dobilo od alohtonih stanovnika prema planini "Maglic", koja se nalazi na razmedu Bosne, Hercegovine i Crne Gore. Selo se prije zvalo "Buljkes" (njemacki "Bulkes"). Buljkes se

prvi put pominje cak u XIII vijeku pod jos starijim madarskim nazivom za skupinu sela na predjelu danasnjeg Maglica - "Keszi". Kasniji madarski naziv "Savolkeszi" promijenio se u njemacko i srpsko "Buljkes" (Prezentacija, 2002).

Za terezijanske kolonizacije naselilo je prostor danasnjeg Maglica njemacko stanovnistvo. Nijemci su se doseljavali od 1786. godine iz razlicitih dijelova njemacke jezicke teritorije - od Lotaringije do svapskih krajeva i Austrije - i promijenilo je prostor Buljkesa, tada pustaru, u selo sa otprilike 1100 stanovnika, koji su bili nastanjeni u 230 kuca. Godine 1900. je Buljkes imao vec 3 hiljade stanovnika (Prezentacija, 2002). No, Nijemci su napustili selo sa odlaskom njemackih okupacijskih vojski na kraju drugog svjetskog rata, ostali stanovnici su bili prisiljeni otici ili su bili premjesteni u jugoslovenske koncentracijske logore. Ostavili su za sobom prazne i dobro opremljene kuce.

Cak danas se u sredini Maglica moze vidjeti njemacka evandelicka crkva. Stanovnici su svjesni i toga da jos postoji njemacko groblje, koje je, medutim, obraslo gustim zbunjem. Prema karti Buljkesa iz 1945. nalazila su se u selu dva groblja - u jugozapadnom i zapadnom dijelu sela, no respondenti su mi pokazivali put samo za jugozapadno groblje.

Nakon odlaska Nijemaca dobili su selo na raspolaganje grcki emigranti armije otpora ELAS (Grcka narodno-oslobodilacka armija) pod rukovodstvom grckih komunista. Mnogo pripadnika armije se nije moglo pomiriti sa Varkiskim dogovorom izmedu komunista i desnicarskih partija u Grckoj. Prema tome dogovoru je trebalo da se ELAS razoruza sto u stvari znacilo da kapitulira.

Buljkes je bio osnovan kao grcki izbjeglicki logor u maju 1945. Bio je samo jedan od nekoliko takvih logora u Jugoslaviji, drugi je bio napr. u Kumanovu, "iz kojega je 25. maja 1945. 1454 lica prebaceno u Vojvodinu," navodi prema arhivnom materijalu jugoslovenski istoricar M. Ristovic u svom clanku o grckoj zajednici u Buljkesu (Ristovic, 1997, str. 179, odatle su i ostali podaci ako uz njih nije naveden drugi izvor).

Jugoslavija je dozvolila da se stvori eksteritorijalna grcka opstina u Buljkesu na zahtjev Komunisticke partije Grcke (KPG, grcki KKE). Vecina stanovnistva su bili vojnici ELASa i clanovi njihovih porodica. Naselje se nakon nekoliko transporovanja povecalo, pa se broj stanovnika kretao izmedu 3 i 4 hiljade. Za 1946. godinu se zna tacan broj stanovnika - 4023; iste godine u selu je boravila samo 161 zena i 30-oro djeca. Prije raspustanja komune 1949. je broj stanovnika dosegnuo 4,5 hiljade lica. Broj i sastav stanovnistva Buljkesa se mijenjao zato sto je stanovnistvo bilo preseljavano, sto je zaviselo od potreba KPG i vojno-politicke situacije, napr. se povisio broj djece poslije toga sto su bile evakuisane iz Grcke u Jugoslaviju (v. Ristovic, 1998). No, napustanje sela po sopstvenoj volji stanovnika bilo je zabranjeno, isto kao i kretanje izmedu sela i njegove okoline uopste - izaci iz sela mogli su samo ljudi sa specijalnom dozvolom: clanovi rukovodstva komune, snabdijevaci i radnici zaposleni izvan sela (1947. je radilo van naselja oko 290 stanovnika). Grcki emigranti u Buljkesu su bili vezani za selo i tom cinjenicom da je buljkeska komuna imala sopstven novac. Stanovnici, dakle, nisu mogli novac, koji su zaradili, koristiti za granicom naselja. Osim toga su bile njihove plate u poredenju sa platama srpskih radnika manje. Opcenito govoreci, rezim u naselju je bio vrlo strog. Ta situacija je izazivala nezadovoljstvo stanovnistva i dovodila je do svojevoljnog napustanja sela, sto se od strane uprave komune klasifikovalo kao dezertiranje i kaznjavalo se.

Oko dvije hiljade stanovnika sposobnih za rad bilo je zaposleno u poljoprivredi. Osnovane su bile i radionice, bolnica, dom za djecu bez roditelja i kulturne ustanove - pozoriste, bioskop, biblioteka i skole: osnovna skola i niza gimnazija sa grckim kao nastavnim jezikom. U buljkeskom vojnom logoru je bila, naravno, i vojna akademija gdje su se obucavali oficiri za jedinice Demokratske Armije Grcke, u koje su bili slani preko jugoslovenske, albanske i bugarske teritorije da se u gradanskom ratu ukljuce u borbu protiv atenske vlade. Ta cinjenica je prouzrokovala da je Buljkes postao sredstvom propagande i tema diskusija i sporova na medunarodno-politickom nivou.

U Buljkesu je postojala i stamparija, gdje je zajednica stampala osim svog novca i udzbenike i druge knjige. Izdavala je i novine Foni tu Bulkes (Glas Buljkesa), casopis za djecu Aetopula (Orlici, tj. zapravo Pioniri) itd. Djelatnost buljkeske stamparije je bila od velikog znacaja, i to ne samo za opstinu samu nego i za cijelu grcku politicku emigraciju.

Buljkes je bio namjerno zatvoren i izolovan od svoje okoline (sto je zeljelo grcko komunisticko rukovodstvo), bio je izveden iz jugoslovenske jurisdikcije, imao je sopstvenu upravu i sopstvene represivne snage. Opstinom je upravljao kako politicki tako ekonomski poseban organ koji je podlijegao odlukama CK KPG i bio zvanicno priznat od strane jugoslovenskih vlasti.

Zajednica u Buljkesu je trebalo da bude samoupravna i ekonomski samodovoljna komuna. Bila je zapravo jedan socijalni eksperiment i trebalo je da bude slika realizovnane idealne opstine prema komunistickoj ideologiji. No, eksperiment za ostvarenje autarkticke opstine nije bio uspjesan i Buljkes je morao da bude ekonomski podrzavan od strane Jugoslavije. A upravo gazdovanje Buljkesa je postalo povod za intervenciju jugoslovenskih vlasti protiv komune. Intervenciji je prethodio politicki sukob medu KP Jugoslavije i Informbiroa.

U junu 1948. se predsjednik KPG Nikos Zahariadis izjasnio o odnosu KPG ka KPJ i iz njegove izjave je proizaslo da se u konfrontaciji medu Titom i Staljinom stavi na stranu Informbiroa, dakle, Staljina. Slijedilo je nekoliko istupa grckih komunista protiv KPJ, agresivno se u tome ponasalo upravo rukovodstvo Buljkesa na celu s Aleksisom Matsukasom. Do razdora je doslo i unutar same grcke emigracije u Jugoslaviji. Politiku KPJ su podrzavali vecinom Makedonci*. Razdor u Informbirou je imao znatan uticaj i na zivot i psihicko stanje grcke djece u domovima u Jugoslaviji (v. Ristovic, 1998, str. 71 i sljed.). U Buljkesu je, stovise, razlaz prerastao u fizicke sukobe koje su izazvale cak i ljudske zrtve.

Jugoslovensko rukovodstvo je izjavilo da nema nista protiv odluke oficijalnih predstavnika Buljkesa da se priklone stavovima Informbiroa, ali je upozorilo da nikako nece tolerisati njihove istupe protiv Tita i jugoslovenskih vlasti. Jugoslovenska Komisija Drzavne kontrole je u Buljkesu izvrsila inspekciju, pa je nasla i dokazala da je gazdovanje buljkeskog rukovodstva "spekulativno", varljivo i da steti privredi Jugoslavije. Takode je referisalo o tome da je rukovodstvo stvorilo jednu privilegovanu skupinu i maltretira ostale stanovnike, ogranicava njihovo kretanje, kontrolise postanske posiljke izmedu sela i ostaloga svijeta, cini fizicko nasilje nad stanovnistvom, obogacuje se na njegov ustrb itd. Zakljuckom saopstenja Komisije je bilo da se rukovodstvo Buljkesa ponasa neprijateljski prema FNR Jugoslaviji. Jugoslovensko rukovodstvo je poslije toga odlucilo "preduzeti mjere" i intervenisati u stvari buljkeske komune. KPG, nalazeci se u takvoj neprijatnoj situaciji, dogovorila se sa cehoslovackom i madarskom stranom da se pristalice KPG transportuju u Cehoslovacku preko madarske teritorije. Nikos Zahariadis je poslao rukovodstvu Buljkesa direktivu na cijoj osnovi su 8. avgusta 1949. predstavnici komune podnijeli molbu predsjedniku jugoslovenske vlade Josipu Brozu Titu i ministru spoljnih poslova Edvardu Kardelju da im se dozvoli premjestenje ka granici sa Madarskom. Jugoslovenska vlada je udovoljila molbi pa je 30. avgusta organizovan prvi transport. U septembru su bila sprovedena jos tri transporta. Grcki emigranti u Buljkesu su, dakle, otisli iz Jugoslavije u Cehoslovacku zbog politickih razloga - kao protivnici politike KPJ a pristalice KPG i komunistickih partija "narodnih demokratija" ukljucujuci KP Cehoslovacke. Uprkos tome su cehoslovacke vlasti paradoksalno postupali sa buljkeskim emigrantima kao sa politicki nepouzdanim licama, zarazenim "titoizmom" (v. Hradecny, 2000).

Dok je vecina stanovnika Buljkesa otisla za Cehoslovacku, oko 800 stanovnika je ostalo u Jugoslaviji (Prezentacija, 2002). Radilo se vjerovatno o Makedoncima, koji su podrzavali politiku KPJ. Cak u vrijeme konflikta u Buljkesu su Makedonci bili prebacivani u logore Gakovo i Krusevlje (kod Sombora) i poslije raspustanja komune su otisli oni koji su ostali do kraja u NR Makedoniju. Prema saopstenjima nekoliko stanovnika Maglica i spomenicima na srpskom groblju zive danas u Maglicu tri grcke porodice: Skutelis, Josifidis i Konstantinidis. Na groblju se mogu naci i imena koja zvuce makedonski (Krstevski, Kocevski i dr.), ali to ne kaze nista odlucujuce o njihovim nosiocima. Ni za te tri grcke porodice nisu respondenti izricito rekli da su porijeklom iz grcke komune u Buljkesu. No, u internetskoj prezentaciji sela Maglic (v. Prezentacija, 2002) navodi se da nekoliko stanovnika sela potice iz grcke buljkeske zajednice i jedan istoricar iz Backog Petrovca je rekao da je na mjestu ostalo pet-set porodica.

Da se sazna vise o sudbini bivsih clanova grcke eksteritorijalne zajednice u Buljkesu (zaista unikalne pojave u istoriji drzave i prava Jugoslavije) nudi se mogucnost kontaktovati mjesnu upravu Maglica, pripadnike grckih porodica, maglickog istoricara (ako ga ima) i, naravno, ceske Grke koji su bili transportovani iz Buljkesa 1949. godine. Ovaj clanak donosi samo osnovne informacije i za cesku javnost bi trebalo da bude kratko saopstenje o ovdje nepoznatoj istoriji jednog dijela grcke zajednice u Ceskoj.

Primjedba
* Iz Grcke nisu 1949. emigrirali samo Grci nego i pripadnici drugih etnickih skupina i etnicki indiferentna lica. Trecina pa cak i vise imigranata su bili Makedonci (usp. Hradecny i dr., 1998, str. 472 i 658; Hradecny, 2000, str. 44; Robovski, 1988, str. 20).

LITERATURA
HRADECNY, Pavel, 2000. Recka komunita v Ceskoslovensku, jeji vznik a pocatecni vyvoj (1948-1954). Praha: Ustav pro soudobe dejiny AV CR.
HRADECNY, Pavel, i dr., 1998. Dejiny Recka. Praha: Lidove noviny.
Popis stanovnistva, domacinstava i stanova 2002: Prvi rezultati popisa po opstinama i naseljima Republike Srbije. Beograd: Savezni zavod za statistiku - Republicki zavod za statistiku Srbije. URL: http://www.szs.sv.gov.yu/popis/prvirez.pdf, 2002.
Prezentacija Opstine Backi Petrovac. URL: http://www.backipetrovac.org.yu, 2002.
RISTOVIC, Milan, 1997. Eksperiment Buljkes: "grcka republika" u Jugoslaviji 1945-1949. Godisnjak za drustvenu istoriju, IV, sv. 2-3, str. 179-201.
RISTOVIC, Milan, 1998. Dug povratak kuci. Deca izbeglice iz Grcke u Jugoslaviji 1948-1960. Beograd: Udruzenje za drustvenu istoriju, Cigoja stampa.
ROBOVSKI, Nikifor, 1988. Makedoncite od Egejskiot del na Makedonija vo Cehoslovacka. Skopje: Nasa kniga.